36.Frühjahrsfahrt nach Alonyssos

13.-25. April 2009

Nach Mario F. Broggi Der Name “Nördliche Sporaden” wird meistens mit den Touristeninseln Skiathos und Skopelos verbunden, weniger mit Alonyssos, der drittgrößten Sporadeninsel. Mit einer Fläche von etwa 64 Quadratkilometern liegt Alonyssos nur etwa drei Kilometer nordöstlich von Skopelos. Alonyssos ist eine lange und schmale, bewaldete Insel. Der Untergrund besteht hauptsächlich aus Kalkstein. Der höchste Berg (Kouvouli) liegt 493 m über Meer. Die Aleppokiefer (Pinus halepensis) dominiert den Wald. Die Kiefernwälder sind eine Sukzession für die ursprünglichen Eichenwälder, die in der Antike von den Römern für den Schiffsbau abgeholzt wurden. Olivenhaine sind häufig. Das oft dichte Maquis im Zentrum der Insel enthält hauptsächlich Kermeseiche (Quercus coccifera), Korkeiche (Quercus ilex) und Erdbeerbaum (Arbutus unedo). Im Nordteil der Insel herrscht die typische griechische Zwergstrauchheide (Phrygana) vor. Die Lagune bei Agios Dimitrios trocknet im späten Frühjahr aus. Sie ist ein wichtiger Zwischenhalt für Zugvögel. Alonyssos ist mit 1800 Einwohnern dünn besiedelt. Sie leben überwiegend im Süden der Insel. Da Alonyssos abseits der Touristenzentren liegt und die Insel keine Sandstrände hat, wurde sie weitgehend vom Massentourismus verschont.
Alonyssos ist die einzige Insel in der frei zugänglichen Zone B des Nationalen Meeresparks, der seit 1992 besteht. Alonyssos ist auch Teil eines Natura 2000 Projektes  (GR 1430004). Unter diesen Voraussetzungen ist Alonyssos ein lohnendes Reiseziel für den Individual-Naturtourismus. Die Insel hat 14 gut markierte Wanderwege, die in zwei Wanderführern (Browne 2008 und Hettmann 2006) beschrieben werden. Ein Naturführer “Nördliche Sporaden” ist von der Naturschutzorganisation “Euronatur” (Hutter & Hau) 2001 veröffentlicht worden. Es gibt allerdings nur wenige Veröffentlichungen über die Naturgeschichte. Einige Beiträge handeln von der Flora der Nebeninseln (Gioura, Skantzoura, Psathur, Kyra Panagia und Piperi). Eine Beschreibung der Orchideen der Nördlichen Sporaden (Lowe 1999) erwähnt nebenbei die Naturgeschichte. Die örtliche Naturgeschichte spielte in der Projektstudie für den Meeres-Nationalpark eine Rolle (Ministry of the Environment 2002) sowie in Legakis Übersicht über die Land-Biodiversität des Meeresparks. Leider erst am letzten Tag unseres Aufenthalts trafen wir Frau Waltraud Alberti, die seit vielen Jahren auf Alonyssos lebt, und die uns mit ihrem reichen Wissen über die Pflanzen- und Tierwelt von Alonyssos unterstützte. Siehe auch www.heliodromo.de.
Fundliste Artenlsite Album Alonyssos 2009 Wilfried Kaufmann, Höfle 11, LI-9496 Balzers  T +423 384 40 65  M +41 79 406 70 84 wilkau@wilkau.li Erstellt mit Magix Wilfrieds Seiten